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    Planung
    Steffen Burzlaff3 Min Lesezeit

    Saisonal kochen im Herbst: Mehr Geschmack, weniger Kosten

    Im Herbst ist saisonal kochen so einfach wie im ganzen Jahr nicht. So baust du Kürbis, Kohl und Wurzelgemüse in deinen Wochenplan ein und sparst nebenbei.

    Mitte Oktober am Gemüseregal: Die Tomaten sehen blass aus und kosten trotzdem mehr als im August. Zwei Meter weiter liegen Hokkaido, Rosenkohl und Möhren aus der Region, prall und günstig. Wer jetzt saisonal kocht, muss eigentlich nur nach links statt nach rechts greifen.

    Saisonal kochen im Herbst heißt: Du kaufst, was gerade in der Nähe geerntet wird, und baust deine Woche darum. Das schmeckt besser, kostet weniger und macht die Frage, was auf den Plan kommt, deutlich kleiner. So bekommst du es in deinen Wochenplan.

    Welches Gemüse im Herbst Saison hat

    Zwischen Oktober und Dezember lohnt sich vor allem:

    Gemüse: Kürbis (Hokkaido, Butternut), Steckrübe, Pastinake, Rosenkohl, Rotkohl, Wirsing, Grünkohl, Porree, Rote Bete, Möhren, Sellerie, Feldsalat.

    Obst: Äpfel, Birnen, Quitten, Zwetschgen (bis Anfang Oktober), Trauben.

    Ein Detail, das kaum jemand kennt: Rosenkohl und Grünkohl schmecken nach den ersten Frostnächten milder. Die Pflanze wandelt bei Kälte Stärke in Zucker um, das schützt sie vor dem Erfrieren. Wenn dir Rosenkohl im Oktober zu bitter ist, probier ihn im November noch mal.

    Saisonal kochen im Wochenplan: so geht es

    1. Erst schauen, dann festlegen. Plane zwei Abende mit festen Gerichten und lass einen Platz als „Herbstgemüse der Woche“ offen. Den füllst du mit dem, was beim Einkauf gerade gut und günstig aussieht. So bleibt die Einkaufsliste verlässlich, ohne dass du am Angebot vorbeiläufst.
    2. Ein großer Topf pro Woche. Steckrübeneintopf mit Mettwürstchen, Kürbissuppe mit Ingwer oder Linsen mit Rote Bete. Sonntags in 45 Minuten gekocht, reicht das bei zwei Personen locker bis Mittwoch.
    3. Den Vorrat mitdenken. Linsen, Kartoffeln, Zwiebeln und Brühe machen aus jedem Herbstgemüse ein fertiges Gericht. Was da sonst noch hingehört, steht in unserem Artikel zum Vorratsschrank.
    4. Drei Herbstgerichte als Rotation. Wenn Kürbissuppe, Ofengemüse mit Pastinake und Wirsingpfanne einmal in deinem Kochbuch stehen, ziehst du sie jede Woche per Klick in den Plan, statt neu zu überlegen.

    Person am Marktstand mit Kürbis und Herbstgemüse

    Wo du beim saisonalen Kochen wirklich sparst

    Die größte Ersparnis steckt nicht im einzelnen Kilopreis, sondern in drei Gewohnheiten:

    • Kein Treibhausgemüse mehr im Herbst. Paprika, Zucchini und Tomaten kommen jetzt meist von weit her und kosten entsprechend. Kürbis, Kohl und Möhren bekommst du regional für deutlich weniger.
    • Ein Kürbis, drei Gerichte. Ein Hokkaido von 1,5 kg reicht für Suppe, Ofengemüse und eine Pastasoße. Die Kerne röstest du mit Salz im Ofen und hast ein Topping für die ganze Woche.
    • Reste einplanen. Porreegrün kommt in die Brühe, übrige Rote Bete in den Salat am nächsten Tag. Mehr Ideen dafür findest du bei der Resteverwertung.

    Wer das konsequent macht, merkt es am Kassenbon schneller als erwartet. Weitere Hebel stehen in unserem Artikel Geld sparen beim Einkaufen.

    Damit es im Alltag klappt

    • Wochenmarkt am Samstag. Dort gibt es im Herbst fast nur Saisonware, du musst also gar nicht nachdenken.
    • Sonntags vorkochen. Eintöpfe und Suppen halten drei bis vier Tage im Kühlschrank und schmecken aufgewärmt oft besser. Wie das ohne Stress geht, steht im Meal-Prep-Guide.
    • Gemeinsam einkaufen, ohne doppelt zu kaufen. In MeinKochbuch ergibt sich die gemeinsame Einkaufsliste aus dem Wochenplan. Wer auf dem Heimweg am Supermarkt hält, sieht sofort, dass Steckrübe und Rosenkohl gebraucht werden, und nicht noch einmal Brokkoli.

    FAQ

    Muss ich jeden Monat komplett neu planen? Nein. Fang mit einem saisonalen Gericht pro Woche an. Nach einem Monat hast du vier Herbstrezepte, die du einfach rotierst.

    Was mache ich ohne Wochenmarkt in der Nähe? Supermärkte führen fast alle Herbstgemüse aus Deutschland. Achte auf das Herkunftsschild: Steht dort „Deutschland“, passt es meistens auch zur Saison.

    Kann ich Herbstgemüse einfrieren? Ja. Kürbis schälen, würfeln und roh einfrieren, er hält etwa sechs Monate. Rosenkohl drei Minuten blanchieren, kalt abschrecken, dann einfrieren. So landet im Februar noch Oktobergemüse im Topf.

    Ist das nicht mehr Aufwand? Im ersten Monat ein bisschen. Danach weniger als vorher, weil du nicht mehr vor 40 Gemüsesorten stehst, sondern genau weißt, welche fünf gerade dran sind.

    Dein erster Schritt

    Kauf beim nächsten Einkauf einen Hokkaido und plane ihn für zwei Abende ein: Suppe am Sonntag, Ofengemüse am Dienstag. Leg beide Rezepte in deinem Kochbuch an, dann stehen sie nächste Woche schon bereit.

    Dieser Beitrag wurde KI-generiert.

    #saisonal kochen#herbst gemüse#saisonale rezepte#geld sparen